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Galopprennsport

Seit den 19. Jahrhundert sind Galopprennen für Vollblüter vom Staat gesetzlich vorgeschriebenen Leistungsprüfungen - mit dem Ziel, eine planvolle, erfolgsorientierte Tierzucht für Kavalleriepferde zu ermöglichen. Wer dem Zuchtziel des Vollblutpferdes am besten entspricht, darüber gibt die unfehlbarste Auskunft der Zielpfosten auf der Rennbahn. Deshalb also Rennen.

Galopprennen sind Leistungsprüfungen um die besten Pferde für die Weiterzucht zu ermitteln. Weil die Vollblutzucht sich ausschließlich aus den Wetten finanziert, ist der sportliche Aspekt ein wichtiger Teil der Rennen. Um die Spannung in den Rennen zu erhalten werden die Pferde nach Ihrem Können bewertet und und bestimmten Klassen zugeordnet. Diese Bewertung wird in kg Ausgleichsgewicht (GAG)angegeben. Ein theoretisches Gewicht, das die Pferde tragen müssten um gleichzeitig im Ziel einzulaufen. Besonders geschulte Personen, die Ausgleicher, nehmen diese Einstufung nach jedem Rennen vor.

Immer wieder prangern pseudo-Tierschützer den Galopprennsport als Tierquälerei an, ohne sich überhaupt je in einem Trainingsstall informiert zu haben. Dabei ist der Galopprennsport von allen Pferdesportarten derjenige, der den natürlichen Bewegungsablauf des Pferdes entspricht. Pferde galoppieren nicht nur auf der Flucht sondern auch beim Spielen und toben auf der Weide. Aus diesem Grund will ich einen Einblick in die tatsächliche Welt des Trainings eines Rennpferdes geben.

Seit den 19. Jahrhundert sind Galopprennen für Vollblüter vom Staat gesetzlich vorgeschriebenen Leistungsprüfungen - mit dem Ziel, eine planvolle, erfolgsorientierte Tierzucht für Kavalleriepferde zu ermöglichen. Wer dem Zuchtziel des Vollblutpferdes am besten entspricht, darüber gibt die unfehlbarste Auskunft der Zielpfosten auf der Rennbahn. Deshalb also Rennen.

Zwischenzeitlich hat das Pferd seine militärische Bedeutung verloren. Aus dem nach wie vor gesetzlich vorgeschriebenen Zuchtausleseverfahren ist zwischenzeitlich eine der bedeutendsten Sportarten geworden. Eine besonders aktive Freizeitgestaltung mit viel Bewegung an der frischen Luft. Es geht dabei für die meisten Zuschauer neben Spannung, Kampf und Ästhetik, auch um das Wetten.

Am Totalisator, so wird der Wettbetrieb auch genannt, setzten die Rennveranstalter in Deutschland 2008 auf 41 Galopprennbahnen bei 1573 Rennen 39,2 Mio. € um (in Honkong machen sie den Umsatz auf 2 Bahnen in einem Monat). Weltweit fließen pro Jahr in 80 Ländern schätzungsweise 150 Milliarden Euro durch die Wettkassen. Wettfreudigstes Volk sind dabei die Japaner mit einem Jahresumsatz von rund 30 Milliarden Euro.
Was macht die Pferdewette so attraktiv? Es sind zwei wichtige Faktoren: Zum einen ist da das rein sachliche Argument, daß die Gewinnausschüttung beim Galopprennen mit bis zu 83 Prozent der Einsätze weit höher ist als bei den meisten anderen bekannten Gewinnspielen. Der andere wichtige Gesichtspunkt ist ein mehr emotionaler, der jedoch für die meisten viel wichtiger ist: das ist die bei uns so nur im Pferderennsport zu beobachtende direkte Einbindung des Publikums. Das, was Wissenschaftler das “Interaktive” nennen. Was das heißt?

Nachweislich wurden zu Beginn des 14. Jahrhunderts in Newmarket, ca. 100 km nördlich von London, die ersten Rennen durchgeführt. . Seit 1709 werden die Ergebnisse aller Galopprennen mit sämtlichen Einzelheiten in Rennkalendern aufgeführt.

Besitzer eines Rennpferdes zu werden, dafür gibt es wohl eine ganze Reihe von Motiven, die sich miteinander verbinden, ohne daß alles logisch-analytisch zu durchdringen wäre. In Deutschland sind derzeit über 2000 Rennpferdebesitzer von ca. 4.500 aktiven Galoppern registriert. Hierzu gehören Großgestüte ebenso wie Einzelpersonen oder zahlreiche Besitzergemeinschaften, deren Teilnehmerzahl von zwei bis über 280 betragen kann, wie es z.B. beim Galopp Club Deutschland der Fall ist.

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